CIBA VISION

Sehen von 0 bis 100

Jugendliche und Erwachsene

Die frühen Jahre

Die häufigsten Änderungen im Sehen ereignen sich in den frühen und späten Jahren des Lebens. Obwohl manch einer erst nach seinem 20. Lebensjahr feststellt, dass er kurzsichtig ist, stabilisiert sich die Fehlsichtigkeit in der Regel bis zum 21. Lebensjahr. Von da an bis zum Alter von 40 Jahren ergeben sich eigentlich am Sehen keine drastischen Änderungen mehr.

Nichts destotrotz sollten Sie auch in dieser Zeit, vor allem ab 35, Ihre Augen in regelmäßigen Abständen kontrollieren lassen. Ungefähr mit 40 werden Sie vielleicht bemerken, dass diffizile Arbeiten und auch das Lesen etwas mühseliger werden. Sie bekommen das Gefühl, Ihre Arme würden zu kurz werden. Diesen Zustand nennt man Jungpresbyopie. Presbyopie kommt aus dem Griechischen und bedeutet wenig charmant "altes Auge".

Das Sehen in der Nähe verschlechtert sich, da die kristalline Linse, ein wesentlicher Bestandteil des Sehapparates, mit der Zeit ihre Flexibilität verliert. Dadurch wird die Fähigkeit des Auges, sich auf nahe Entfernungen einzustellen, eingeschränkt.

Mit 45 benötigt eigentlich jeder eine Unterstützung für die Nähe. Wenn zudem eine Kurzsichtigkeit oder Weitsichtigkeit vorliegt, werden Ihnen Bifokal- oder Gleitsichtgläser empfohlen werden. Damit können Sie sowohl in der Ferne als auch in der Nähe wieder scharf sehen. Es gibt auch Bifokal- oder Gleitsicht-Kontaktlinsen oder Sie können Monovision ausprobieren: Dabei wird ein Auge mit der Fernkorrektion, das andere mit der Nahkorrektion versorgt.

Mouches volantes

In jedem Alter kommt es vor, dass man manchmal mouches volantes sieht. Mouche volante ist französisch und heißt Fliege.

Dieser Ausdruck kommt daher, dass das beobachtete Phänomen im Gesichtsfeld umherzufliegen scheint. Man meint winzig kleine Teilchen im Auge schweben zu sehen, die aussehen wie Spinnweben, Sandkörner oder Ähnliches. Diese Teilchen werden ab ca. 35 eventuell öfter wahrgenommen. Die Ursache dieses Effektes liegt im so genannten Glaskörper des Auges.

Der Glaskörper ist ein kugeliges, gelartiges Gebilde, das dem Auge von innen Halt gibt. Mit der Zeit wird das Gewebe des Glaskörpers teilweise etwas flüssiger.

Wenn das Licht durch solche Stellen im Auge fällt, macht sich das als mouche volante bemerkbar. Obwohl das Phänomen nicht außergewöhnlich ist, sollte man es beim Besuch des Augenarztes erwähnen und den Glaskörper beobachten lassen. Besonders wenn man plötzlich eine besonders große Anzahl der mouches volantes bemerkt, sollte man auf keinen Fall zögern, den Augenarzt aufzusuchen.

Glaukom (Grüner Star)

Regelmäßige Augenuntersuchungen bei Erwachsenen sind gerade deshalb besonders wichtig, um rechtzeitig das Auftreten eines Glaukoms noch im frühen Stadium festzustellen und gegebenenfalls zu behandeln.

Ein Glaukom tritt auf, wenn der innere Augendruck ansteigt und so die dünnen Arterien im Inneren des Auges abgeschnürt werden. Durch diese Arterien wird die Netzhaut mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Wenn diese Versorgung unterbrochen wird, kann es zu Gesichtsfeldausfällen bis hin zur Erblindung kommen, wenn dem nicht frühzeitig entgegengewirkt wird.

Die Entwicklung eines Glaukoms kann gestoppt oder verlangsamt, aber nicht rückgängig gemacht werden. Deshalb ist die Vorsorge hier besonders wichtig. Die Behandlung erfolgt oft mit speziellen Augentropfen oder Medikamenten, manchmal ist auch ein operativer Eingriff notwendig. Wird ein Glaukom in ganz frühem Stadium entdeckt, stehen die Chancen, die Sehkraft zu erhalten, meist sehr gut.